Transnationales Treffen in Lleida im April 2026
„Fachkräfte digital und international Berufsbildung und Professionalisierung im digitalen Wandel“
Interdisziplinärer Fachkräftedialog mit Partnern aus Italien, Spanien und Deutschland
Transnationalen Treffen vom 13. – 17.04.2026 in Lleida
Internationaler Austausch in Lleida: Digitalisierung und Internationalisierung im Fokus
Das dritte transnationale Treffen aller Kooperationspartner führte die Projektbeteiligten vom 13. bis 17. April 2026 im spanischen Lleida zusammen. Im Mittelpunkt des intensiven Fachprogramms standen der strategische Ausbau internationaler Netzwerke, Best-Practice-Einblicke in die spanische Ausbildungspraxis sowie die vertiefte Arbeit an den Megatrends Digitalisierung und Künstliche Intelligenz (KI) in der Sozialpädagogik.
Einblicke in die Praxis: Ausbildungssysteme im direkten Vergleich
Der fachliche Auftakt fand in der privaten Ausbildungsstätte ILERNA sowie der angegliederten Entsendeorganisation IDEE statt. Neben einem umfassenden Rundgang durch die Räumlichkeiten stand hier der direkte Austausch mit Studierenden und Lehrkräften im Vordergrund. Besondere Aufmerksamkeit galt der Vorstellung sozialpädagogischer Inhalte mit dem Schwerpunkt Elementarbereich. Wie Theorie und Praxis in Spanien Hand in Hand gehen, demonstrierte eine anschließende Hospitation in der Santa Anna School, bei der das Praxisangebot zweier Praktikantinnen begleitet wurde.
Als zweiter Kooperationspartner öffnete das staatliche Institut RONDA seine Türen. Die dortigen Präsentationen und Diskussionen widmeten sich den
Rahmenbedingungen von Praktika, Modellen der dualen Ausbildung sowie Qualifizierungswegen für Absolventinnen und Absolventen im europäischen Ausland.
In diesem Kontext wurden auch innovative Synergien zur neu gegründeten berufsbildenden Schule in Bad Essen aufgezeigt. Vorgestellt wurden dortige Ausbildungsschwerpunkte zur Sozialpädagogischen Assistenz für:
- Jugendhilfe
- Kindertagesbetreuung
- Ganztagsbetreuung
Workshops und Fachschwerpunkte: Digitalisierung & KI
Ein Kernbestandteil des Treffens war die Fortführung des praxisorientierten Workshops mit dem Experten Joan de Santiago. Aufbauend auf einer vorausgegangenen Online-Veranstaltung setzten sich die Teilnehmenden intensiv mit den Themen Digitalisierung und dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Ausbildung und im Studium sozialpädagogischer Fachkräfte auseinander.
Parallel dazu wurde das Thema Internationalisierung in Kleingruppen und im Plenum vertieft. Die erarbeiteten Ergebnisse fließen direkt in eine umfassende Dokumentation ein und bilden das Fundament für die nächsten Meilensteine.
Flexibilität und starke Netzwerke trotz personeller Wechsel
Eine Besonderheit des Projektes bleibt die Dynamik innerhalb der Projektgruppen. Bedingt durch Arbeitsplatzwechsel, Zuständigkeitsänderungen oder kurzfristige dienstliche und gesundheitliche Ausfälle – insbesondere auf deutscher und italienischer Seite – setzt sich die Gruppe immer wieder neu zusammen.
Dank des hervorragend organisierten Programms und der hohen Motivation aller Beteiligten gelang es jedoch reibungslos, neue Akteure zu integrieren, wichtige Teilaufgaben zu vergeben und das Team eng zusammenzuhalten. Die Projektsprache Englisch funktionierte dabei einmal mehr als Brücke für die multilaterale Verständigung. Die spanische Delegation überzeugte durch eine konstante Besetzung.
Ausblick und nachhaltige Ergebnisse: Das Handbuch Internationalisierung
Die in Lleida generierten Ergebnisse werden im nächsten Schritt verschriftlicht und visuell aufbereitet. Sie dienen als direkte Grundlage für ein wegweisendes Kernprodukt des Projektes: Das Handbuch „Handlungsempfehlung zur Gewinnung, zum Austausch und zur Qualifizierung sozialpädagogischer Fachkräfte zwischen den Kooperationspartnern aus Italien, Spanien und Deutschland“.
Dieses Handbuch wird über die Projektlaufzeit hinaus als wertvolle Arbeitshilfe für die zukünftige internationale Zusammenarbeit dienen. Es bündelt:
- Konkrete Empfehlungen zur Professionalisierung und Internationalisierung
- Leitfäden für internationale Studienaufenthalte und Praktika
- Strategien zur Nutzung digitaler Plattformen
- Konzepte zur aktiven Akquise von Ausbildungswilligen
Nächste Schritte: Die finale Ausarbeitung dieser Handlungsempfehlung erfolgt bis zum kommenden transnationalen Treffen im Juni 2026 in Bad Essen. Dort werden die Kooperationspartner im Rahmen einer Fachveranstaltung offiziell ihre Zustimmung zum gemeinsamen Vorgehen erklären. Parallel dazu wird geprüft, die bestehende Projektwebseite des Vorgängerprojektes zu aktualisieren und als dauerhafte Kommunikations- und Arbeitsplattform umzuwidmen, um die aufgebauten, tragfähigen Arbeitsbeziehungen langfristig und konstruktiv zu sichern.
Zur Zusammenfassung (Deutsch/English)
Präsentation Joan de Santiago (English)
„Von der Europäischen Union finanziert. Die geäußerten Ansichten und Meinungen entsprechen jedoch ausschließlich denen des Autors bzw. der Autoren und spiegeln nicht zwingend die der Europäischen Union oder der Europäischen Exekutivagefür Bildung und Kultur (EACEA) wider. Weder die Europäische Union noch die EACEA können dafür verantwortlich gemacht werden.”
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