„Fachkräfte digital und international Berufsbildung und Professionalisierung im digitalen Wandel“ Interdisziplinärer Fachkräftedialog mit Partnern aus Italien, Spanien und Deutschland

Transnationales Treffen vom 13. – 17.01.2025 in Bad Essen

Brücken bauen für die Bildung: Erfolgreicher Projektauftakt in Bad Essen

Ein starkes Signal für die Zukunft der sozialpädagogischen Ausbildung in Europa: Mitte Januar 2025 kamen Bildungsexpertinnen und -experten aus Italien, Spanien und Deutschland im „Haus Sonnenwinkel“ in Bad Essen zusammen. Trotz einer kurzen Vorbereitungsphase legte das erste transnationale Treffen den Grundstein für ein tragfähiges europäisches Netzwerk.

Ein Haus mit Zukunft als Tagungsort

Vom 13. bis 17. Januar 2025 verwandelte sich das „Haus Sonnenwinkel“ – der künftige Standort der geplanten Berufsbildenden Schule des Kinderhauses Wittlager Land e.V. – in ein lebendiges Zentrum für europäischen Austausch. Die Organisation und Programmgestaltung lagen in den Händen der Projektkoordinatorinnen, während die Geschäftsleitung des Kinderhauses die Teilnehmenden herzlich begrüßte und verabschiedete.

Theorie trifft Praxis: Einblicke in die Region

Das Programm bot den Gästen einen tiefen Einblick in die Praxis der deutschen Kinder- und Jugendhilfe:

  • Praxisnah: Besuche im Natur- und Erlebniskindergarten sowie in der Arbeitspädagogik des Kinderhauses.
  • Politisch: Ein Empfang beim Fachdienst Jugend des Landkreises Osnabrück inklusive Austausch mit dem Dezernenten und der Fachdienstleitung.
  • Akademisch: Ein Einblick in den dualen Studiengang Soziale Arbeit an der Berufsakademie Melle.

Dank zweier Kleinbusse blieben die Teilnehmenden zwischen Bad Essen, Melle und Osnabrück flexibel. Eine Altstadtführung durch Osnabrück und gemeinsame Abendessen ließen aus Fachkollegen schnell Freunde werden.

Vielfalt als Stärke: Das Netzwerk wächst

Die Gruppe fand trotz unterschiedlicher Hintergründe blitzschnell zusammen. Mit dabei waren Lehrkräfte, Leitungskräfte und Praxismentoren von:

  • Istituto don Milani (Italien)
  • Institut Ronda und der Organisation IDEE (Spanien – neu im Netzwerk)
  • Berufsakademie Melle (Deutschland)
  • Landkreis Osnabrück (Fachdienst Jugend, Deutschland)
  • Kinderhaus Wittlager Land e.V. (Deutschland)

Die Kommunikation auf Englisch klappte hervorragend – und auch innovative Technik kam nicht zu kurz: Ein Echtzeitübersetzer wurde erfolgreich im Arbeitsalltag getestet.

Fokus auf Professionalisierung und Digitalisierung

Das Projekt widmet sich drei großen Megathemen: Professionalisierung, Internationalisierung und Digitalisierung. Bei diesem ersten Treffen stand die Professionalisierung im Fokus. Die Fachgruppen verglichen die europäischen Bildungssysteme (EQF-Level) und suchten nach Wegen für einen einfacheren internationalen Austausch. Schnell wurde klar: Die Digitalisierung ist dabei kein separates Thema, sondern zieht sich als roter Faden durch alle Bereiche.

Konkrete Ergebnisse für die Praxis

Das Treffen war hochproduktiv und lieferte handfeste Resultate:

  1. Der Fahrplan steht: Eine gemeinsam abgestimmte Zeitleiste koordiniert alle Termine und Inhalte der kommenden Monate.
  2. Lehrpläne im Vergleich: Die Fachgruppen starteten den Vergleich der Curricula. Ziel ist es, ausländischen Fachkräften den Einstieg in die sozialpädagogische Arbeit in Deutschland zu erleichtern.
  3. Konzepte für den Austausch: Es wird ein festes System für internationale Praktika und Ausbildungsoptionen erarbeitet.

Die Ergebnisse der Fachgruppenarbeit werden im Mai 2025 im Rahmen eines „Digitalen Dialoges“ allen Beteiligten präsentiert. Das wichtigste – wenn auch immaterielle – Ergebnis ist jedoch die entstandene freundschaftliche Arbeitsatmosphäre. Sie sichert eine stabile, langfristige Zusammenarbeit weit über den Projektzeitraum hinaus.

Zur Foto-Präsentation

Arbeitsergebnisse – Deutsch

Arbeitsergebnisse – Englisch

 

„Von der Europäischen Union finanziert. Die geäußerten Ansichten und Meinungen entsprechen jedoch ausschließlich denen des Autors bzw. der Autoren und spiegeln nicht zwingend die der Europäischen Union oder der Europäischen Exekutivagentur für Bildung und Kultur (EACEA) wider. Weder die Europäische Union noch die EACEA können dafür verantwortlich gemacht werden.”